Posterliste

Detaillierte Beitrags-Information

Zurück zur Liste

Beitragstitel ALLEGRA: Gesundheitsförderung für Bewohnende und Mitarbeitende in Heimen für Menschen mit Unterstützungsbedarf
Autoren
  1. Tannys Helfer Berner Fachhochschule Gesundheit Vortragender
  2. Eva Soom Ammann Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit
  3. Cornelia Conrad Zschaber RADIX Schweizerische Gesundheitsstiftung
  4. Elisabeth Holdener RADIX Schweizerische Gesundheitsstiftung
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • Public health
Abstract Das Projekt ALLEGRA unterstützt Heime, die sich zu gesunden und nachhaltigen Lebensräumen sowie Arbeits- und Wohnorten weiterentwickeln wollen. Bewohnende und Mitarbeitende sollen daran partizipieren und davon profitieren.

Warum braucht es Gesundheitsförderung in Heimen?
Ressourcen in der Langzeitversorgung von Menschen mit Unterstützungsbedarf sind knapp, und Ansprüche an die Versorgungsqualität nehmen zu. Heime bewegen sich in einem herausfordernden Umfeld, welches gleichzeitig auch beträchtliches Innovationspotenzial hat.
Heime als Orte der integrierten Gesundheitsförderung für Bewohnende und Mitarbeitende sind ein ideales Setting, welches bisher allerdings noch sehr wenig unter dem Dach Gesundheitsförderung betrachtet wurde. Gesundheitsförderung ist jedoch konzeptionell gut aufgearbeitet, in der Politik breit verankert und in vielen Bereichen der Praxis bereits gut implementiert (bspw. gesunde Schulen, gesunde Arbeitsplätze).

Nutzen für Heime
Die Heime erhalten durch ALLEGRA personelle Unterstützung in der Entwicklung zu einer Institution, die gesundes und nachhaltiges Leben, Wohnen, Arbeiten und Lernen und somit erhöhte Lebensqualität ermöglicht. Bestehende positive Ansätze in den Heimen werden gestärkt und sichtbar gemacht. Die teilnehmenden Heime erhalten eine professionelle Begleitung, um Ressourcen und Optimierungsbedarf zu erkennen und für ihr Heim sinnvolle und realistische Massnahmen einzuleiten.

Projektplanung
Das Projekt ALLEGRA ist als Pilotprojekt konzipiert (2018 – 2020) und zielt darauf ab, zehn Heime in der Schweiz in ihrer Entwicklung zu gesundheitsfördernden Organisationen zu begleiten. Die Zielgruppen bestehen aus:
- Menschen mit Unterstützungsbedarf, die in Heimen wohnen: a) Menschen im Alter, b) Erwachsene mit Behinderungen,
c) Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen
- Mitarbeitende in Heimen
- Heimleitende

Innovationspotenzial des Projektes
Die Anwendung des setting-basierten Ansatzes in Heimen beinhaltet einen Paradigmenwechsel weg von der Behandlung von älteren, behinderten Menschen und/oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen als wirtschaftliche und soziale Belastungen hin zu unterstützungsbedürftigen Menschen als aktive und respektierte Mitglieder der Gesellschaft. ALLEGRA bietet Heimen die Möglichkeit, in der Entwicklung gesundheitsfördernder Gesundheitsversorgung eine Pionierrolle zu übernehmen.